2017. 2018. die steine rollen

2017 – warst du ein anstrengendes, nerven zerreibendes, hoch emotionales, doch durchaus erfolgreiches jahr. ich bin froh, erleichtert und stolz. über die steine, die ich in diesem jahr angestoßen und zum rollen gebracht habe. viele situationen waren von angst und wut und schmerzen durchdrungen, und dennoch wurden sie angestoßen, ins rollen und zum abschluss gebracht.

oftmals war verzweiflung mein ständiger begleiter. die verrücktesten gefühle fuhren einfach achterbahn (ich denke, ich habe die ganze palette durch), viele tränen sind geflossen und oft, sehr oft stand ich mit all meinen gedankenmonstern am scheideweg und hörte unaufhörlich diese penetranten fragen: „und? was jetzt? was willst du machen? was ist die richtige entscheidung? kannst du mit diesen konsequenzen leben? kannst du das, hm?“

doch ich habe sie gefunden, ich habe die antwort(en) und die vielen (aus-)wege gefunden. und daher ist es nicht verwunderlich, dass ich vieles von meiner lebenslangen to-do-liste abhacken konnte:

brotberuf – mit sprache arbeiten: „du bist doch journalistin, julia. dann machst du einfach die sprachkurse.“ seit diesem verhängnisvollen satz (damals in wiesbadener erstaufnahmeeinrichtung) habe ich meine scheu vor großem publikum nach und nach minimiert, eine große abscheu gegenüber fahrtkostenabrechnungen entwickelt, eine zulassung vom bamf erhalten, drei mal den arbeitgeber gewechselt und nun einem lieben kurs anvertraut, die mich „frau julia“ nennen und hoffen, dass ich sie so lange unterrichte, wie es nur geht. brotberuf finden: check!

herzensprojekt – trainerin für interkulturelle kompetenz: „machste es, machste es nicht?“ nachdem ich knapp zwei jahre lang das pro (voll ethno!) und kontra (geld?) abgewogen habe, hab ichs dann doch gewagt. ich habe mich für die ethnologische (!!!) trainer-ausbildung entschieden. gleich zwei riesigen mammut-herausforderungen habe ich den kampf erklärt, da ich es mit gleich ängsten (mir liegt sogar der begriff „phobie“ auf der zunge…) zu tun hatte. zum einen bedeutet ein trainerberuf wie kein anderer, vor leuten aufzutreten, und souverän zu moderieren uvm. – alles qualitäten, die mir angstschweißperlen an die stirn treiben und den puls auf hochtouren pushen (all diese vielen menschenaugen, die auf einen schauen…). zum anderen war die ausbildung in münster, das sind knapp fünf autostunden von meinem heimatort entfernt. wer mich kennt, weiß, was ich von autofahren halte. auf autobahnen. und in fremden großstädten. doch nun, nicht einmal ein jahr später, stehe ich da, mit einer lizenz zum coachen (durchführung eines interkulturellen seminars inklusive) mit tausenden kilometern auf dem tacho –  und einem schon etwas aufgepushtem ego und unheimlich großer lust auf weitere seminare. trainerausbildung (und autophobiebewältigung): check!

auch der sommerliche sturm ist nun vorüber, die wogen haben sich geglättet, die segel sind neu gesetzt und ich blicke gespannt darauf, wohin mich und uns nun dieser neue frische wind wohl bringen mag. sommerlichen sturm (erfolgreich!) meistern: check!

und das gefühl, das am ende des jahres bleibt? dankbarkeit. ich bin unglaublich dankbar.

dankbar dem universum,

denn du warst einfach da und hast mich immer wieder daran erinnert, dass auch ich aus gleichem stoff bin wie du – und daher genauso großartig sein kann bin! wie du.

dankbar den vielen weisen menschen und deren gedanken und worten,

danke euch, die ihr bücher geschrieben, zitate gepostet, (mit mir) geredet, mich dadurch umarmt, getröstet, aufgebaut und mir immer und immer wieder den weg aus der dunkelheit ins licht gewiesen habt.

und das große geheimnis (das ich zwar schon oft vom sagen-hören kannte, aber erst jetzt richtig zu spüren bekommen habe): du, nur du allein kannst dein leben ändern. wenn du willst, dass sich etwas ändert, dann ändere es. wenn du an einer stelle trittst und nichts sich ändert, dann warte nicht. bring den stein ins rollen. niemand anderer wird es für dich tun. niemand. und das tolle an dem ganzen ist: du kannst es ändern. du musst es halt wollen, und dir der konsequenzen bewusst sein, aber du hast die macht dazu. nutze sie.

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