#FridaysForFuture. ein paar wütende gedanken dazu

der erde geht langsam aber sicher die puste aus. die menschen haben sie eingenommen. sie sind überall, zu erde, zu wasser und in der luft – und lassen hinter sich einen unrecycelbaren haufen an müll, lassen hinter sich unzählige gifte, die sie erfanden und die tagtäglich in die erde einsickern, in den boden, in das wasser und in die luft.

mit ihrem tollen to-go-lifestyle haben sie es geschafft, dass die erde reagiert, und zwar nicht zu unserem besten. die folgen unseres ungesunden, egoistischen lebenswandels sind jahrzehntelang (!) bekannt, dennoch tut die politik nichts, aber auch rein gar nichts, um die wirtschaft für die zerstörungen in der natur in die verantwortung zu nehmen. sie treffen sich allenfalls in regelmäßigen abständen, um mal „darüber zu reden“ und um ein paar lippenbekenntnisse einzuheimsen.

ein junges mädchen kann diese heuchlerei nicht mehr länger ertragen und schafft es, dass ihr hundert tausende andere kinder und jugendliche folgen und mit ihr gemeinsam für eine bessere klimapolitik demonstrieren. die freitagsdemos entstanden. gestern fand wohl die größte klima-demo überhaupt statt – über 200.000 demonstrierende fanden sich in über 100 verschiedenen deutschen städten zusammen, um die politiker dazu zu bewegen, sie wahrzunehmen, und endlich ihren verdammten job zu machen.

wir wissen alle, dass unsere lebensweise so nicht weiter gehen kann. wir wissen alle, dass umweltverschmutzung niemandem gut tut. wir wissen alle, dass etwas geschehen muss. und nun geschieht etwas – und die reaktionen mancher politiker_innen und normal-menschen rauben einem einfach den atem. und zwar vor wut.

die gehen doch nur dahin, weil sie dann nicht zur schule müssen; mach die demo an einem samstag, dann werden wir ja sehen, wieviele dann echt kommen; habt ihr deren handys gesehen? sie sind doch die ersten, die alle 2 jahre nach einem neuen lechzen; aber in urlaub wird fein weiterhin geflogen, denn man will ja auf seinen komfort nicht verzichten, nicht wahr?

all diese einwände las ich in den kommentaren unter den zahlreichen artikeln und bei jedem einzelnen dachte ich nur – was ist nur los mit euch??? erst motzt ihr, dass die jugend von heut sich für nichts außer selfies und yoga interessiert und nun motzt ihr, dass sie nicht aus echter sorge um ihre zukunft auf die barrikaden geht? echt jetzt?

natürlich wird es einige geben, die die demos als ‚frei‘-tag „missbrauchen“, natürlich werden nicht alle schüler_innen einen ökologisch nachhaltiges leben geführt haben, bevor sie mit dem demonstrieren begannen.

aber es ist ein anfang. das thema umweltverschmutzung, klimawandel und vieles, vieles, vieles, was noch alles damit zusammenhängt, wird jetzt ans licht geholt. viele werden sich spätestens jetzt damit auseinandersetzen und vielleicht auch etwas finden, was sie in ihrem alltag ändern können, um die umwelt zu entlasten.

ich verstehe die hater nicht. wo liegt euer problem? was tut ihr denn in eurem alltag für den umweltschutz, gegen erderwärmung, gegen klimawandel? oder habt ihr einfach schon resigniert, meint, das bringt doch alles eh nix und man solle alles so lassen wie es ist? dann aber kann man sich echt fragen, wozu dann in die schule gehen, wenn es eh egal ist und wir demnächst sowieso alle untergehen werden, von einer mülllawine überrollt, oder von den in diesen breitengraden nun neumodischen windhosen (aufgrund von achtung: klimaveränderung?) weggefegt?

meine kinder sind noch zu klein, um zu demonstrieren, aber weil auch ich mir eine welt ohne müll und naturkatastrophen wünsche, auch für meine kinder, setze ich nun alle meine hoffnungen auf diese demos und hoffe, hoffe inständig, dass der druck auf die politik so groß wird, dass sie reagieren und endlich handeln muss!

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