suchte bunte eier und osterhasen – fand blaue orangen

 

Bevor ihr euch aus genmanipulationsbedingter Panik in eurem Apokalypse-Kerker einschließt und Sauerkraut und Birnen aus der Dose futtert, kläre ich mal schnell auf:

 

Blaue Orangen heißt der Kreativmarkt, der seit nunmehr 2 Jahren in Wiesbaden im Kulturpalast stattfindet. Dieses Jahr nahmen zum Beispiel schon 85 Aussteller teil. Für akustische Untermalerung sorgten paar geladene Singer-Songwriter. Eine Aug‘- und Ohr’weide also.

 

SINGER – SONGWRITER – BÜHNE

Eigentlich war ich an diesem Wochenende schon verplant, also im Kopf … aber die Sonne schien, Mann, Kind und eine Freundin wollten es nicht einfach so auf sich sitzen lassen, dass ich mich in Arbeit verkroch, schließlich war es ja Wochenende.

Ich wurde also mitgenommen. Und war ihnen zum Schluss sehr dankbar.

Ursprünglich sollten wir als Groupies anreisen, denn Dominik Stromer, unser Singer-Songwriter-Freund hatte dort einen Auftritt und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Seine Lieder heißen Facebookfriedenspreis, Nachdenklichkeit, Misanthrop oder Ecke und sind … wie soll man sagen – frech, pointiert und amüsant. Man merkt ihm darin den studierten Philosophen an. Wir haben uns köstlich amüsiert, gelacht, sind nachdenklich geworden – und haben abschließend lautstark applaudiert.

 

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Nach dem Auftritt wollten wir uns ein wenig umsehen, wohin es uns verschlagen hat… Ich hatte ja keine Ahnung! Auf mehreren Ebenen, draußen wie drinnen, boten gewitzte Handwerker und Kleinkünstler ihre wundervolle, sonderbare – aber immer originelle Ware feil.

 

Jedes Mal, wenn ich was Wundervolles, Sonderbares, aber immer Originelles sehe, erfolgt in der Regel Folgendes:

_ meine Augen werden groß und fangen an, zu glitzern

_ ich bin fasziniert, oder ich werde fasziniert von der Tatsache, was diese Spezies Mensch in ihrer Kreativität und Phantasie alles leisten kann

_ dann wünsche ich mir einen Goldesel, weil ich all die schönen Dinge besitzen möchte

_ und da dies nicht geht (da ich erstens, brotlose Schreib_Künstlerin bin und zweitens kein Platz in meiner Höhle habe), möchte ich all das Schöne und Gute – und vor allem: Nachhaltige – dokumentieren und im Blog archivieren

_ schlussendlich mutiere ich zur digitalen Elster: Ich sammle alles in Form von Bild und Sprache und bringe es hierher.

Diesmal war es nicht anders. Und da mein Blog ab und an ein Elternest ist, und alles was glitzert und funkelt, Aug‘ und Herz erfreut, wird kurzerhand hier rein gepackt.

Aber ich bin nicht so egoistisch, dass ich niemanden in mein Elsternest schauen lasse  😉 Schaut euch an, was ich Tolles entdeckt habe und seid neidisch! Oder ihr besucht die Künstler_innen auf ihren Homepages 😉

 

RECICLAGE – fairrückte Geschenkideen

Die Taschen haben so wunderbar geglitzert….als ich zudem entdeckte, dass sie auch noch aus Müll entstanden, da war ich ganz aus dem Häuschen –  bin ich doch schließlich eine grüne, auf Nachhaltigkeit und Recycling bedachte Elster.

 

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Die Geschäftsführerin von Reciclage, Claudia Dürr, erzählte mir, dass diese Taschen aus einem sozialen Projekt für Frauen aus Brasilien kommen. Weitere Infos findet ihr hier.

Daneben gab es auch solche Taschen, Typ:

 

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GRUENEKIRSCHE 

 

Die Mainzerin Silke Kirschbaum hatte ebenfalls einen süßen Stand mit lauter Taschen, Geldbörsen und Krimskrams aus alten Stoffen:

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KETTENKUNST

Dieser Künstlerhandwerker hat mal Kettenhemden gemacht. Und dachte sich scheinbar irgendwann: hey, warum nicht ’ne Nummer kleiner probieren? Folge: er fing an, Hals- und Armketten zu machen. Freude pur.

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Zur dazugehörigen Webseite bitte hier lang! 🙂

 

 

MISS TULA TRASH

Miss Tula Trash ist ein Fabelwesen in Menschengestalt, die sich hinter dem bürgerlichen Namen Christiane Schäfer verbirgt und sie mag es gerne spooky. Sie fertigt trashige Modeaccessoires an, zum Beispiel Monster. Gaaaanz viele Monster…

 

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STATE of A

 

Noch mehr schönen Schnickschnack fand ich hier, bei State of A. Diese geometrischen Figuren haben so etwas hipster-mäßiges an sich, finde ich…hach ja…

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Und dann … der BILDERPAPST 

 

So schlenderte ich also durch den Kulturpalast, schaute nach links und nach rechts, knipste, quatschte – und war schon im Begriff zu gehen, als ich am folgenden Stand wie angewurzelt stehen blieb.

Sein Schmuck war bunt. Unglaublich bunt. Und er war aus … ach, ratet erst mal:

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Na?

Genau. Ehemals Flaschenkorken, sind daraus nun wunderbare postapokalyptische Schmuckstücke entstanden. Soooooo geil!

Als ich all die Ringe, Ohrringe und Kettenanhänger sah, wusste ich gar nicht mehr, wohin mit meiner Begeisterung. Jeder Ring ein wenig krumm und schief – und daher einzigartig. Und dann die Motive erst! In alle war … bin ich verliebt.

Den dazugehörigen Künstler Markus Metz habe ich dann auch etwas genauer kennen gelernt…

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 … beziehungsweise ihn gefragt, ob er Lust hätte, mir neugierigem Kind was aus seinem Leben und Schaffen zu erzählen. Er hatte! Und so werde ich demnächst mich nochmals mit ihm treffen und ihn etwas genauer ausquetschen darüber, wie und warum er verdammt noch mal dazu kam, aus Schrott Kunst zu schaffen.

 

Upcycling der allerfeinsten Sorte!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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