mittendrin im juli 2014

 

da nimmt man sich vor, ganz vorbildlich gut gelaunt zu sein, positiv zu denken, immer dankbar zu sein, und dann das: dunkle wolken im kopf, das herz ist schwer, die welt ist grau und schwarz.

es war wieder soweit: die monsta-gedanken haben sich in meinem kopf eingenistet. wie immer sind sie fies und gemein, flüstern gemeine sachen ins ohr, machen das leben unnötig schwer.

 

in solchen momenten bleibt mir nichts anderes übrig, als meine kräfte auf das wesentliche zu reduzieren. also job(s), familie.

das andere – selbstverwirklichungsphantasien (= bloggen =sport) von einem unbeschwerten leben als autorin/journalistin/bloggerin/lebens_künstlerin (es ist ein paradoxon, ich weiß – und ich lache und weine im selben augenblick *rofl*) im kreise der familie müssen leider draußen bleiben.

 

was dann eigentlich nur hilft sind gespräche. mit mutti. wenn sie weisheiten aus „gespräche mit gott“ von walsh zitiert. oder aus tolles tollen gedanken über das ego in uns drin – und darüber, dass ich und meine gedanken nicht ein und dasselbe sind.

dann sage ich mir immer wieder das eine mantra vor:

du. bist. nicht. deine. gedanken!

du hast gedanken.

das bedeutet, muss bedeuten: du bist in der lage, deinen gedanken einhalt zu gebieten und, wenn du merkst, dass sie nicht gut zu dir sind, dir nicht gut tun, zu sagen: stopp, so will ich nicht mehr denken.

eigentlich ganz einfach. und es funktioniert auch. doch manchmal vergesse ich es wieder – und dann muss ich halt wieder mit mutti reden.

 

nachdem ich mich mit solchen aufbauenden methoden wieder an die sonnenseite des lebens manövriert habe, blicke ich zurück auf die letzten wochen – und muss gestehen: die erde hat sich weiter gedreht, die sonne ging auf und unter, meiner familie und freunden geht es gut – hauptsache gesund – und es gibt doch noch positives, tolles, erfreuliches aus diesem meinem leben zu berichten.

 

projekte, projekte, projekte

 

schreiben, schreiben, schreiben. ich liebe diesen job. ich liebe es, vor meinem laptop zu sitzen, aus worten sätze und aus sätzen geschichten zu erschaffen. mit bloßer wortgewalt ganze welten zu errichten, wie etwa die geschichte von einem mädchen, die sich plötzlich auf der erde mitten im wald wiederfand und sich an nichts weiter erinnerte als den satz „gehe hin, du musst diese menschen warnen, dass es mit der welt…“ aber ich will ja nicht zu viel verraten – das ist ja noch in die brainstorming-phase… *fg

ja, bisher schrieb ich „nur“ wahre geschichten – geschichten über künstler, musiker, fairtrade-fashionistas, gutmenschen und hipstercafés.

 

aber wer sich schon tollkühn wortexotin nennt, dem wird das verfassen von tatsachenberichten allein irgendwann nicht mehr genügen.

 

mein kopf quillt über angesichts all der bunten wortexotischen projekte, die noch lose in der ideenschmiede schwirren und darauf warten, irgendwann hand und fuss zu werden. romane, kurzgeschichten, worteskapaden – ich warte nur auf den moment, dass mein ich ganz laut „jetzt!!!“ schreit. und freue mich darauf.

 

bitte keine einwände mehr gegen meine wände! denn: i did it myself

lange zeit hatte ich schlechtes gewissen, sobald ich den fuss in meine wohnung setzte. die wände starrten mich vorwurfsvoll an. ich spürte ihren vorwurf in meinem kopf. „wann machst du uns denn wieder bunt? „es ist nun mal wirklich, wirklich an der zeit, dass du uns bemalst.“

 

also tat ich es. die farbe organisierte ich über die mainzer free your stuff gruppe. ein buntes dankeschön an alle schenker!

musikalische unterstützung bekam ich von „etwas“. kennt ihr die noch? damals, in den 90ern sangen sich fröhlich vor sich hin „bemal mich, mach mich bunt…“

 

ich versank in farbe, im färben, im tun. endlich ist mein kopf leer – und die wände bunt.

 

ergebnis:

die küche hat ’nen vogel.

 

 

und im flur schwimmt nun ein hipster-fisch.

 

 

holi gaudi – im wahrsten sinne des (zweiten) wortes

ich hab’s getan, ich war auf dem holi-festival. es war … ambivalent. wie erwartet. und so gesehen war es wieder normal. näheres darüber schreibe ich bei gelegenheit hier oder hier, muss einiges loswerden bezüglich der aspekte „native appropriations“, kommerzialisierung von religiösen festen, fun-gesellschaft etc.

nichtsdestotrotz war es schön und zwar in dem sinne, weil ich dort zusammen mit meinen männern war, wir somit eine gaudi-veranstaltung zum familienausflug gemacht haben. und nebenbei eine hauptattraktion wurden („och gott ist der süß! darf ich ihm farbe ins gesicht schmieren?) …

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