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belOng to yourself

 

sonne, strand, bikinifigur – ok, bis dahin dauert es zwar noch ein bisschen, aber so langsam macht der winter einen abgang. die ersten sonnenstrahlen ließen bereits so manch einen vergessen, welche bedeutung „jacke“ und „mantel“ hatten. tatsächlich ist so etwas wie frühlingserwachen zu beobachten, wenn ich mir so den mensch, das getier und die bäume ansehe…

der märz ist da! den märz verbinde ich seit geraumer zeit mit einer ganz bestimmten person. sie liegt mir sehr am herzen. und daher feiere ich im märz ihre existenz, manchmal mehr als die besagte person selbst…

und damit bin ich schon mal beim ersten meiner zahlreichen glückshighlights angelangt, die mir den letzten monat versüßt haben.

 

geburtstage feiern

in manchen gesellschaften ist das individuum nichts wert. die gruppe ist entscheidend. kein wunder also, dass es dann auch unüblich ist, geburtstage zu feiern. manchmal wissen die menschen gar nicht, wann sie geboren sind.

nicht so hier, bei uns.

und da ich nach meiner kommunistischen erstsozialisation in den genuss der individualistischen zweitsozialisation kam, bin ich durch und durch fanatisch, wenn es um geburtstage geht. ich liebe es, den menschen und sein dasein zu zelebrieren – mit deko, schlemmerbuffet und einer riesentorte.

und wer mir jetzt mit „ich brauch keinen extra tag, um dir zu zeigen, dass du mir was bedeutest (geburtstag, weihnachten) oder dass ich dich liebe (valentinstag)“ kommt, dann ziehe ich meine augenbraue hoch und frage:

wer bitte schön, macht das? einfach so mal eine party für jemand zu schmeißen, sie zu beschenken? ich kenne niemand. so ein geburtstag hilft. man kann sich den tag vormerken, und weiß ganz genau, dieser tag steht ganz im namen des geburtstagskindes.

die deko bestand heuer aus überresten der weihnachts-silvester-kindergeburtstagsutensilien, die torte war ein quiche. auf die party ging ich ohne das geburtstagskind. und das geschenk wird demnächst ver“chillt“.

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fassennacht in meenz

ich kann’s gerade selbst kaum glauben, was ich da schreibe, aber ich muss ehrlich sein. ich habe dieses jahr micht nicht, wie sonst immer, in anti-fasching-stimmung gemotzt, bin auch nicht, wie zu studienzeiten, ins ausland oder zum hotel mamapapa geflüchtet.

nein, „diesmal“ sagte ich mir, „stürzt du dich mit kopf und haar ins geschehen rein. dem kind und dem persönlichen seelenheil zuliebe“. denn mal ehrlich: wer will schon als eher anti-faschingsmensch (!) die faschingsfeiertage (!!) mitten in der meenzer narrenhochburg (!!!) verbringen? eben.

also war ich unterwegs. verkleidet. mit mann-kind-kegel und in diversen anderen schwester-freunde-mama-kind-konstellationen. und ganz ehrlich: es hat wirklich spass gemacht. da sieht man, wie sehr wir eigentlich herr_innen über unsere gedanken sind. sein können. wir müssen nur von „ich hasse“ zu „Ich liebe“ wechseln – und der ganze körper, die seele und der geist reagieren sofort mit glücklich-sein. und auch aus kulturwissenschaftlicher sicht ist fasching eine wahre schatzgrube…

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to be a journalist

ich studiere wieder. an der freien journalistenschule in berlin. und sage dazu nur eins: endlich. endlich endlich endlich hat es angefangen! denn nach unmengen von bewerbungen, die außer regenwaldsterben und verkümmerter rückenhaltung nur noch durch heiße-luft-gespräche getoppt wurden, bin ich zu dem schluss gekommen, dass es der medienberufslandschaft heutzutage wohl nicht ausreicht, talentiert, hoch motiviert und praxiserfahren zu sein ein wisch muss her. zelluloid, mit druckerschwärze drauf, das mich als das bezeichnet, was ich seit beinahe 5 jahren schon bin: journalistin. wie auch immer. ich habe nun 14 hefte geballtes journalisten- und pr-wissen erhalten. und ich scheue es nicht, diese zu benutzen!

bloggen

meine liebste tätigkeit zur zeit! unmengen an themen buhlen im kopf darum, meine ganze aufmerksamkeit zu bekommen. ich habe zigtausende ideen, zighundert entwürfe, exzerpte, brainstormings. sie sind überall. im kopf, im laptop, auf zettelchen in der ganzen wohnung verteilt. alle werde ich sie wohl nicht schaffen. aber ich bin dabei, ich bin dabei … 😉

ich habe es tatsächlich auch geschafft – endlich! – meine blogs unabhängig zu machen.

ab jetzt blogge ich privat hier, auf wortExot.

und es gibt einen weiteren blog – www.ethnosphaere.de – auf dem ich aus über ethnologie und ethnologen schreibe und was sie mit öffentlichkeit, medien & co zu tun haben. für all jene, die schon immer mal wissen wollten, wer wir sind und was wir tun und warum unser tun für die öffentlichkeit wichtig und richtig ist 😀

leere schaffen

du bist: dein haus, deine yacht, dein auto. zumindest suggeriert es uns die werbung andauerend. also gehen wir in die stadt, in die einkaufsstraßen, und zählen „shoppen gehen“ zu unseren hobbys. geht’s noch?? ist das nicht furchtbar?

definiere dich durch dinge, die du hast. die werbung hat ihr ziel erreicht. wir tun’s.

und ich bin nicht anders. war. bin? da bin ich noch am haddern.

sicher ist, ich kämpfe dagegen an. gegen konsumdenken. und gegen zu viel und unnötigen konsum.

es gibt zumindest einen teilerfolg. mein kaufrausch hat sich gelegt. das andere problem allerdings ist noch nicht gelöst. mein kleiderschrank, meine regale (bücher, geschirr!!!) sind voll. zwar fällt es mir noch immer sehr schwer, mich von vielen dingen zu trennen.

immer wieder ertappe ich mich bei den gedanken: das ist ja noch gut + das funktioniert noch + das kann man gebrauchen + daraus kann man was anderes tolles machen + das habe ich damals in indien gekauft + das habe ich geschenkt bekommen, als …

usw. usf.

daran arbeite ich zur zeit intensivst. mich nicht mehr mit dingen zu identifizieren. zu unterscheiden zwischen „haben“ und „sein“.

und das ergebnis ist: in vergangenen wochen habe ich viele dinge verschenkt. in einer großstadt geht das auch ganz einfach: man nimmt sich einen schuhkarton, legt alle sachen rein, die „noch gut zu gebrauchen sind“ und „zu schade zum wegschmeißen“ und stellt sie auf die straße hin. meistens ist die kiste bereits schon nach ein paar stunden leer. und das gibt ein schönes gefühl.

 

 

 

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