sei die quelle !!!

menschen rennen durch die geschäfte. sie schubsen. sie ärgern sich übers geschubst werden. sie sind gestresst. menschen fahren bus und bahn. and again: schubsen, sich-ärgern, gestresst-sein. menschen gehen grummelnd zur arbeit, zur betriebsfeier, zum geburtstag einer freundin der freundin. und, ihr ahnt es: sie ärgern sich. lästern. über kollegen, vorgesetzte, das essen, die räumlichkeiten.

manche bleiben daheim, unter der bettdecke verkrochen. durch einen kleinen schlitz blicken sie verbittert nach draußen, auf diese bösartige beschissen unfreundliche (um)welt und denken: ne! ich geh hier nicht mehr raus. alle blöde außer mutti.

wie oft erleben wir solche situationen?

wie oft wünschen wir uns friede, freude, und eine ladung eierkuchen? ein bus voller fröhlicher gesichter, komplimente en masse, sonnenschein im a… so weit das auge reicht? wie oft denken wir: hätte ich es doch längst geschafft – haus gebaut, baum gepflanzt, einen marathon gelaufen, die welt umsegelt. wenn doch nur der chef/die auftraggeber/die omma mit dem teekränzchen nicht wären! kurz: wie oft fühlen wir uns als opfer, von äußeren umständen, und denken: die welt – was für ein sauladen. und diese leute: ich bin umgeben von vollhonks!

ich gebe zu, ich rede auch aus eigener erfahrung und habe mich oft bei gedanken „alle böse außer mutti!“ ertappt. (und auch mit Mutti isses nicht immer gut kirschen essen…).

wenn diese monsta-gedanken, wie ich sie nenne, sich in meinem kopf einnisten, meine jogginghose an mir anzuwachsen beginnt, dann fange ich an zu lesen. und nach rettungs-gedanken zu suchen, die einen aus den fängen der monsta-gedanken befreien.

und letztens war es mal wieder neale donald walsh, der mich aus meinem monstagedankenkarussell, sagen wir mal ganz theatralisch: gerettet hat.

ein einziger satz.

„sei die quelle!“

 

ein satz. drei worte. so einfach, dass er wirklich nirgends einen preis für originalität gewinnen würde.

in wie vielen versionen ist er mir – und euch sicherlich auch – bereits begegnet:

„sei du selbst die veränderung, die du dir wünschst für diese welt“, mahatma gandhi.

„was du aussendest, bekommst du zurück“, der volksmund.

„wie man in den wald hineinruft, so schallt es heraus“, volksmund.

„auge um auge, zahn um zahn“, die bibel (?).

„wer wind sät, wird sturm ernten“, nochmals der alte schinken.

 

sie alle haben dieselbe essenz:

du bist der anfang.

der anfang von allem. der anfang allen frohsinns – oder allen übels, das dir im nachhinein widerfährt.

du entscheidest mit deinen gedanken, wie du der welt, den menschen darin gegenüber treten willst. und mit diesem verhalten entscheidest du auch oft, wie sie dir gegenüber erscheinen.

eigentlich ist es logisch: wenn du bereits schlecht gelaunt in den bus einsteigst, auf dem weg zum sitzplatz jemand auf den fuss trittst, ihn anrempelst, weil du mit mir-doch-egal-nach-mir-die-sintflut-gedanken durchs leben stapfst, dann brauchst du dich nicht wundern, wenn du ein „passen sie doch auf sie depp_in“ als antwort bekommst. es sei denn, dein gegenüber ist schon…geläuterter in dieser hinsicht und durchbricht diesen miesepeter-teufelskreis mit einem freundlichen buddha-lächeln 🙂

„wenn es etwas gibt, das sie erleben möchten, dann seien sie für eine andere person die quelle dieser sache“, schreibt walsh.

und genau das ist, was ich ab hier und jetzt zu tun gedenke.

ich frage meinen sohnemann nicht mehr nach „hast du mir heute schon einen kuss gegeben?“ oder frage hoffnungsvoll „hast du mich lieb?“, nein, ich bin die, die anfängt. ich sage „ich habe einen kuss für dich. magst du ihn haben?“ und „ich hab dich lieb, und da kannst du machen, was du willst, frechdachs!“

menschen, die schubsend und murrend durch die strassen stampfen, mich anrempeln, etwas grummeln oder mich dumm anmachen: tja, denen schenke ich ein lächeln 🙂

so manch einem busfahrer habe ich allein durch ein „danke schön. einen schönen tag noch!“ erst ein erstauntes gesicht, dann einen „danke, ihnen auch!“-spruch entlockt.

 

ich nehme nicht zuerst, ich gebe!

und ich muss sagen: es fühlt sich viel, viel besser an, als ständig „gib her!“, „mach für mich!“ zu fordern – und dann enttäuscht zu sein, weil die menschen doch nie so handeln oder reagieren, wie man es sich wünscht. das ist nämlich die geschichte mit dem freien willen, die wir stets gerne vergessen.

geben und nichts dafür zurück erwarten macht bessere laune.

 

du fühlst dich ungeliebt?

dann liebe jemand! verschenke „free hugs“, schreibe einen liebesbrief – oder wenigstens eine sms.

 

du brauchst streicheleinheiten?

dann schenk sie erstmal jemand anderem.

 

du möchtest komplimente hören und dein ego bauchpinseln?

fange selbst damit an und verteile komplimente an deine mitmenschen.

 

bedenke: wie du mit situationen und mit menschen umgehst – du hast die wahl. du hast sie immer!

und wenn willst die welt grau und trüb sehen willst – bitte schön, dein bier.

dann wundere dich nicht, dass auch die welt grau und trüb erscheint und die menschen dir ebenso mürrisch und schlecht gelaunt begegnen. sie sind dein spiegelbild.

sei du die quelle für mehr sonnenschein in dir und um dich herum.

1 Gedanke zu „sei die quelle !!!

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