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belOng to yourself

Die Erde leidet. Sie ist krank. Diagnose: Sie hat Menschen.

Fakt ist: Ohne Menschen wäre sie viel besser dran. Denn kein einziges Lebewesen hat es geschafft, zu einer solchen Gefahr für einen ganzen Planeten zu werden.

Und egal was wir machen, wir machen einfach zu viel davon. Wir essen zu viel. Wir essen zu viel Fleisch, zu viel Soja, zu viele Avocados. Wir trinken zu viel (Mineral-)Wasser, zu viel Kaffee. Wir fahren zu viel Auto. Wir fliegen zu viel Flugzeug.

Wir kaufen zu viel Zeug, behandeln es zu nachlässig und werden zu schnell dessen überdrüssig. Dann, in einer Art geistigen Umnachtung wollen wir nachhaltig sein und wollen den Kram nochmals unter die Leute bringen, denken, es ist doch nachhaltig, Second Life und so. Und dann sitzen wir auf den Flohmärkten, lugen hinter unseren Bergen von Kram hervor – und müssen am Ende des Tages dann doch wieder alles mit einpacken müssen. Weil jeder, j.e.d.e.r. von uns vor Allem eines hat: zu viel.

Wir haben verlernt, in Maßen zu leben

Zu essen, wenn wir Hunger haben, zu trinken, wenn wir Durst haben. Kleidung zu kaufen, wenn sie wirklich kaputt und nicht mehr zu reparieren oder zu klein geworden ist.

Wir überlassen das bescheidene, demütige, maßvolle Leben denjenigen, die nicht das Glück hatten, in diesem verrückten, konsumgeilen Teil der Welt geboren worden zu sein.

Wir sind aber auch diejenigen, die das alles ändern könnten. Jeder Einzelne von uns kann sich entscheiden, Tag für Tag, was für ein Mensch er sein will. In was für einer Welt er leben will. Und was für eine Welt er den nachkommenden Generation hinterlassen will.

Doch genau hier liegt das Problem: Am Wollen. Ein Leben in Maßen bedeutet, die eigene Komfortzone zu verlassen bedeutet, sich zurückzunehmen, bedeutet, weiter zu denken als nur bis zum nächsten Morgengrauen. Und das ist schwierig, denn an Zukunft zu denken ist abstrakt. Zukunft, vor Allem eine in Generationen gedachte, berührt mich persönlich nicht.

Und solange wir so denken, solange wird die Erde weiterhin leiden. Bis sie uns eines schönen Tages durch (selbstverschuldete) Umweltkatastrophen sich von uns befreit. Und wieder genesen kann. Doch dann werden wir es nicht mehr erleben können.

Es liegt an uns.

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